Die Finca Lobo (Fuerteventura)
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Ein neuer Hund kommt ins Haus – Die ersten gemeinsamen Tage
Ob Sie einen Hund vom Züchter oder aus einem Tierheim aufnehmen – in den ersten Tagen fühlt er sich häufig nicht wohl. Er muss sich bei Ihnen einleben. Das dauert bei Welpen meist nur wenige Tage, bei erwachsenen Hunden
kann es aber auch schon mal Wochen dauern, bis sie sich in ihrem neuen Zuhause wohl fühlen.
Bevor Sie Ihren Hund abholen oder er Ihnen gebracht wird, sollten Sie die Dinge beschaffen, die er dringend benötigt. Dies sind Wasser- und Futternapf, einen Korb und/oder eine Decke, eine kurze Leine (1-2 m) und eine
lange Leine (8-10 m) oder eine Flexileine, eventuell ein Halsband, falls Sie den Halsumfang kennen oder schätzen können, ein wenig Spielzeug und Kauknochen, Hundefutter und Leckerchen. Das Halsband sollten Sie unbedingt
mit Ihrer Adresse versehen.
Erkundigen Sie sich am besten, welches Futter Ihr Hund bisher bekommen hat, und kaufen Sie die gleiche Sorte, damit er nicht zusätzlich zu allen Änderungen in seinem Leben auch noch Verdauungsprobleme wegen einer
Futterumstellung bekommt.
Manche Hunde leiden in den ersten Tagen trotzdem unter Appetitlosigkeit und Durchfall. Weichen Sie das Futter anfangs ruhig ein wenig in Wasser auf. Geben Sie die Tagesration normalerweise in zwei Mahlzeiten, eventuell
in drei oder vier. Dann wird der Magen nicht so stark belastet. Oft ist es einfach der Stress, der sich auf den Hundemagen niederschlägt. Ist das Futter leicht verdaulich, könnte Durchfall auch durch Darmparasiten
hervorgerufen werden. In jedem Fall sind wiederholte Wurmkuren angebracht. Gute Erfahrungen haben wir mit probiotischen Drinks gemacht, die der Hund täglich bekommt. Sie regulieren die Magen-Darm-Flora und stärken auf
diese Weise zusätzlich das Immunsystem.
Legen Sie auch schon fest, wo der Hund ab sofort essen, schlafen und sich aufhalten soll, wenn Sie außer Haus gehen. In keinem Fall sollten neben der Haustür oder im ersten Eingangsbereich seine Näpfe und sein Korb stehen.
Dies sind für einen Hund strategisch wichtige Plätze, die es womöglich zu bewachen gilt. Ein ruhiges Essen, Trinken und Schlafen ist hier nicht möglich, zum einen, weil der Hund immer auf der Hut ist, zum anderen, weil
wahrscheinlich tatsächlich ständig jemand hereinkommt oder hinausgeht. Besser ist hierfür die Küche oder eine ruhige Ecke im Wohnzimmer geeignet. Für Ihr neues Familienmitglied ist der schönste Schlafplatz mit ziemlicher
Sicherheit in Ihrem Schlafzimmer. Lassen Sie ihn doch nachts dort schlafen, in einem Korb oder einer Box neben Ihrem Bett. Falls das nicht möglich ist, könnte er vielleicht wenigstens im Flur vor Ihrer Schlafzimmertür
schlafen. In Ihrer Nähe fühlt er sich sicher, und die Bindung zwischen Ihnen und ihm wird schneller hergestellt, als Sie glauben.
Sobald sich Ihr Hund ein wenig bei Ihnen eingelebt hat, sollten Sie mit ihm einen Tierarzt besuchen. Es ist immer gut, diesen ersten Besuch so positiv wie möglich zu gestalten, also erst einmal keine Behandlung vornehmen
zu lassen. Ein oder zwei Tage später sollten Sie noch einmal in die Praxis, um Ihr neues Familienmitglied sorgfältig untersuchen zu lassen. Viele Krankheiten können so im Vorfeld erkannt und behandelt werden.
Kurze Zeit nach dem Einzug ist häufig ein Hundebad notwendig. Bestimmt sind die ersten Tage nicht gerade dazu geeignet, wenn es jedoch nicht anders geht oder wenn der Hund sich gut eingelebt hat, sollten Sie dieses
Unterfangen ruhig in Angriff nehmen. Ein wenig Planung im Vorhinein hilft auch diesmal ungemein. Stellen Sie alles bereit, was Sie brauchen. Führen Sie den Hund an der Leine ins Bad oder zur Dusche
(locken, bitte auf keinen Fall hineinzerren), und lassen Sie ihn anfangs ruhig angeleint. Auch hier ist Ruhe und Freundlichkeit die beste Wahl. Nehmen Sie auf jeden Fall ein Hundeshampoo, um den Säuremantel der Haut
nicht zu beschädigen.
Auf ein Trockenföhnen nach dem Bad würde ich verzichten. Bestimmt ist die Aufregung auch so schon groß genug. Es gibt sehr gute Hundehandtücher, die die Feuchtigkeit in Sekundenschnelle aus dem Fell ziehen.
Unternehmen Sie mit Ihrem neuen Familienmitglied in den ersten Tagen nicht zu viel und bitten Sie auch Freunde, Bekannte und Verwandte, ihm erst einmal Zeit zum Eingewöhnen zu geben, ehe sie ihn kennen lernen.
So vorbereitet sollte es für Ihren neuen Hund kaum Probleme geben, sich bei Ihnen nach kurzer Zeit wohl zu fühlen.
(Copyright: Martina Nau)
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